Presseinformationen

Presseinformation Nr. 093 vom 16. Juni 2017

LungenTumorZentrum Universität Göttingen zertifiziert

Universitätsmedizin Göttingen, Evangelisches Krankenhaus Göttingen-Weende und Lungenfachkrankenhaus Immenhausen bilden einziges Lungenkrebszentrum in 100 Kilometern Umkreis von Göttingen.


Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) zertifiziert „LungenTumorZentrum Universität Göttingen“. Universitätsmedizin Göttingen, Evangelisches Krankenhaus Göttingen-Weende und Lungenfachkrankenhaus Immenhausen bilden einziges Lungenkrebszentrum in 100 Kilometern Umkreis von Göttingen. „LTZ Universität Göttingen“ ist größtes Lungentumorzentrum in Niedersachsen und Hessen. Ganzheitliche Versorgung für Lungenkrebspatienten auf hohem Qualitätsstandard weiterentwickelt.

(umg) Lungenkrebs ist weltweit die führende Krebstodesursache und verursacht jährlich in Deutschland die häufigsten Todesfälle. Im Jahr 2015 starben in Deutschland 45084 Patienten an einem Lungenkarzinom. Dabei ist Lungenkrebs immer besser behandelbar.
Im Juni 2010 gründeten die Universitätsmedizin Göttingen (UMG), das Evangelische Krankenhaus Göttingen-Weende und die Lungenfachklinik Immenhausen (LKI) das „LungenTumorZentrum Universität Göttingen (LTZ). Göttingen – Immenhausen – Weende“ mit dem Ziel, gemeinsam die Diagnose und Therapie für an Lungentumor erkrankten Patienten zu verbessern. Mit dem neuen Zentrum wurde ein Grundstein für ein überregional bedeutsames Kompetenzzentrum in der Versorgung von Lungenkrebs-Patienten in Südniedersachsen, Nordhessen sowie in den angrenzenden Teilen Thüringens und Nordrhein-Westfalens gelegt. Im LTZ Universität Göttingen arbeiten Spezialisten der UMG, der LKI und des Weender Krankenhauses fächerübergreifend eng zusammen. Im Jahr 2015 wurde das LTZ Universität Göttingen erstmals nach den anspruchsvollen Qualitätsauflagen der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) in der Behandlung von Lungenkrebs geprüft und zertifiziert.

STANDORTE NEU ZERTIFIZIERT. QUALITÄTSSICHERHEIT FÜR PATIENTEN
Im Zuge eines neuen Zertifizierungsverfahrens durch die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) wurde das LTZ Universität Göttingen jetzt um das Evangelische Krankenhaus Göttingen-Weende mit seinen Standorten in Lenglern und Weende erweitert. Damit ist das „LTZ Universität Göttingen“ in Niedersachsen und Hessen das größte Lungentumorzentrum.

Grundlage der Zertifizierung sind die Richtlinien der DKG. Die DKG überprüft vor der Zertifizierung, ob die beteiligten Ärzte und Kliniken bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Dabei werden der Umfang und die spezielle Qualifikation des Personals, die technische Ausstattung, die Möglichkeit kurzfristig weitere Fachdisziplinen in die Behandlung einzubeziehen und die bereits gesammelte Erfahrung vor allem der Ärzte überprüft. Unter der Vorstellung, dass man etwas gut macht, was man häufig macht, werden jedes Jahr die Anzahl der behandelten Patienten und auch die Qualität der Behandlung anhand verschiedener Messgrößen beurteilt.

Auf dieser Grundlage hat die DKG dem LTZ Universität Göttingen höchste Standards in der medizinischen Behandlung und Pflege von Lungenkrebspatienten bestätigt. Patienten mit Lungenkrebs in den Regionen Südniedersachsen und Nordhessen haben damit Zugang zu einem umfassenden Diagnose- und Behandlungsangebot, das qualitätsgesichert nach den Vorgaben der DKG umgesetzt wird. Sie erhalten eine ganzheitliche, individuelle Versorgung während aller Phasen ihrer Krankheit.

LUNGENTUMORZENTRUM FÜR SÜDNIEDERSACHSEN UND NORDHESSEN
Das LTZ Universität Göttingen versorgt als einziges von der DKZ zertifiziertes Lungentumorzentrum im Raum Nordhessen und Südniedersachsen pro Jahr etwa 600 neu an Lungenkrebs erkrankte Patientinnen und Patienten. Damit gehört das LTZ Universität Göttingen mit seinen vier Standorten zu den größten Lungentumorzentren bundesweit, die von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifiziert wurden.

Ziel der engen Kooperation der vier Standorte Universitätsmedizin Göttingen, LK Immenhausen, Evangelisches Krankenhaus Göttingen-Weende und Evangelisches Krankenhaus Göttingen-Weende, Standort Lenglern, ist es, den Patienten Qualität und Sicherheit in der Behandlung zu vermitteln. Die Diagnostik- und Therapiepläne werden stetig nach den neuesten Erkenntnissen individuell ausgerichtet und klinik-übergreifend umgesetzt. Das LTZ Universität Göttingen organisiert die Zusammenarbeit der regional vernetzten Tumorkonferenzen in Südniedersachsen und Nordhessen unter dem Dach des UniversitätsKrebszentrums Göttingen (G-CCC) und des Onkologieverbunds Nordhessen (OVN). Somit wird eine lückenlose Dokumentation der Therapieentscheidungen und Behandlungen für jeden einzelnen Patienten vollständig nachvollziehbar.

INTERDISZIPLINÄRE TUMORBOARDS
Die Versorgung innerhalb des LTZ Universität Göttingen erfolgt interdisziplinär. Hier arbeiten Spezialisten eng vernetzt zusammen, unter anderem aus der Thoraxchirurgie, Pneumologie, Medizinische Onkologie, Radiologie, Strahlentherapie, Pathologie,Nuklearmedizin und Palliativmedizin, zudem aus dem Pflegedienst, dem Sozialdienst und der Psychoonkologie. Die Experten stimmen ihre Leistungen untereinander und auf die Bedürfnisse der Patienten ab. Die Versorgung der Patienten reicht von der Diagnostik über die Therapie bis hin zur Nachsorge. Sie ist nach den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen ausgerichtet. Mindestens einmal pro Woche finden sowohl in Göttingen wie in Immenhausen unter Beteiligung aller Disziplinen direkt vor Ort oder über Videokonferenz sogenannte gemeinsame „Tumorboards“ statt. Jeder einzelne Patientenfall wird von Experten aus den verschiedenen Fachbereichen der beteiligten Standorte gemeinsam besprochen. Dabei wird entschieden, wie im jeweiligen Fall am besten vorzugehen ist.

GEMEINSAME LEITLINIEN, STANDARDS, QUALITÄTSZIRKEL
Die enge Kommunikation und Vernetzung der Spezialisten innerhalb des LTZ Universität Göttingen haben für Patienten ganz praktische Vorteile: Alle Patientendaten werden zentral dokumentiert und sind jederzeit einsehbar. Damit bleibt es den Patienten bei ihren zahlreichen Besuchen bei verschiedenen Spezialisten erspart, dort ihre Krankheitsgeschichte immer wieder neu erzählen zu müssen. Die drei Partner im LTZ Universität Göttingen gehen an ihren vier Standorten nach einheitlichen Leitlinien in Diagnostik und Therapie vor. Verpflichtend sind regelmäßige Weiterbildungen und Qualitätszirkel für Ärzte.

BRÜCKENSCHLAG ZWISCHEN FORSCHUNG UND KRANKENVERSORGUNG
Das „LTZ Universität Göttingen“ ist das größte Lungentumorzentrum in Niedersachsen und Hessen. Der Brückenschlag zwischen Krebsforschung und Krankenversorgung, die so genannte „translationale Forschung“, gehört zu den zentralen Aufgaben des LTZ Universität Göttingen: Die Ergebnisse der Forschung sollen sich unmittelbar auf die Behandlung der Patienten auswirken. Patienten können an klinischen Studien teilnehmen.

 

WEITERE INFORMATIONEN
Universitätsmedizin Göttingen, Georg-August-Universität
Klinik für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie Leitung Bereich Thoraxchirurgie

Evangelisches Krankenhaus Göttingen-Weende
Abt. Allgemein-, Viszeral-, Thorax- und Minimalinvasive Chirurgie
Leitung Thoraxchirurgie
Dr. Marc Hinterthaner
Telefon 0551 / 66088, marc.hinterthaner@med.uni-goettingen.de
www.umg.eu

Lungenfachklinik Immenhausen (LKI) – Kreis Kassel
Pneumologische Lehrklinik der Universitätsmedizin Göttingen
Dr. Achim Rittmeyer, Leiter des Bereiches pneumologische Onkologie LKI
Telefon 05673 / 501 436
www.lungenfachklinik-immenhausen.de

Evangelisches Krankenhaus Göttingen-Weende
Abt. Pneumologie, Beatmungsmedizin/Schlaflabor
Dr. Wolfgang Körber, Chefarzt
Pappelweg 5, 37120 Bovenden
Sekretariat: Telefon 0551 / 5034-2451

Evangelisches Krankenhaus Göttingen-Weende
Abt. Allgemein-, Viszeral-, Thorax- und Minimalinvasive Chirurgie
Prof. Dr. Claus Langer, Chefarzt
An der Lutter 24, 37075 Göttingen
Sekretariat: Telefon: 0551 / 5034-1101
www.ekweende.de

Universitätsmedizin Göttingen, Georg-August-Universität
LungenTumorzentrum Universität Göttingen
Koordination: Dr. Thomas Rohark,
UMG Telefon 0551 / 66089, thomas.rohark@med.uni-goettingen.de
www.umg.eu

 



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