Anaesthesiologie

Die Klinik für Anästhesiologie des Zentrums Anästhesiologie, Rettungs- und Intensivmedizin (Direktor: Prof. Dr. med. Michael Quintel, Stellv. Direktor: Prof. Dr. med. Dr. Martin Bauer, MPH) versorgt in enger Kooperation mit den anderen Kliniken des Herzzentrums, besonders der Klinik für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie, die Patienten des Herzzentrums.

Die Klinik für Anästhesiologie ist in verschiedene Geschäftsfelder aufgeteilt, die den etablierten Säulen der modernen Anästhesiologie entsprechen: Anästhesie, Intensivmedizin, Notfallmedizin, Schmerzmedizin.

Geschäftsfeld Anästhesie

Das Geschäftsfeld Anästhesie versorgt anästhesiologisch alle operativen Kliniken der UMG. Für die jährlich ca. 25.000 durchgeführten Anästhesien stehen 24 Arbeitsplätze im zentralen Operationsbereich sowie 14 Arbeitsplätze in dezentralen OP- und Funktionsbereichen zur Verfügung. In diesem Bereich sind 12 Oberärzte, 11 Fachärzte und 32 Ärzte in Weiterbildung tätig.  
Die Versorgung der Patienten des Herzzentrums umfasst das gesamte Spektrum der kli­nischen Anästhesie. In bis zu fünf Operationssälen täglich erfolgen perioperativ bzw. periinterventionell die anästhesiologischen Leistungen in der Thorax-, Herz und Gefäßchirurgie. Dazu kommen die Einsätze im Kinderherzkatheterlabor und im Erwachsenenherzkatheterlabor. Alle Altersgruppen, vom Neugeborenen bis zu hochbetagten Menschen, werden als kardiochirurgische, kinderkardiologische und kardiologische Patienten umfassend versorgt.

Die Standardisierung der anästhesiologischen Maßnahmen bewirkt ein hohes Maß an Sicherheit für unsere Patientinnen und Patienten auch bei komplizierten Eingriffen (http://www.aesculapp.de/). Der regelhafte Einsatz der transösophagealen Echokardiographie durch zertifizierte Untersucher, der Einsatz von Point-of Care Gerinnungsanalytik (Rotem® und Multiplate®) sowie von Neuromotoring (NIRS®, SEP, BIS®) ermöglichen eine risikoadaptierte Versorgung auch komplexer Krankheitsbilder auf qualitativ höchstem Niveau.  

Geschäftsfeld Intensivmedizin

In der Intensivmedizin sind drei Oberärzte, zehn Fachärzte und 18 Ärzte in Weiterbil­dung tätig. Zwei Intensivstationen mit insgesamt 42 Betten betreuen pro Jahr 4000 Patientinnen und Patienten, davon 1500 mit thorax-, herz- und gefäßchirurgischen Erkrankungen, nach kardiochirurgischen Eingriffen sowie nach Herztransplantationen. Das hämodynamische Monitoring kann an allen Bettenplätzen mit modernen Messverfahren (Pulmonaliskatheter, PiCCO) erfolgen. Außerdem werden echokardiographische Untersuchungen (TEE/TTE) durchgeführt. Die Intensivstationen verfügen über eine moderne bettseitige Gerinnungsanalytik (Rotem®, Hepcon® und Multiplate®), die ein zügiges und zielgerichtetes Gerinnungsmanagement ermöglichen. Neben der medikamentösen Therapie besteht eine herausragende intensivmedizinische Kompetenz in der Anwendung von maschinellen Organersatzverfahren. Das eingesetzte Spektrum der kardialen Assistsysteme umfasst die intraaortale Gegenpulsation (IABP), die venoarterielle extrakorporale Membranoxigenierung (ECMO) sowie links- und biventrikuläre Assistdevices (Impella®, Circulite®, Berlin Heart® HeartMate II®, HeartWare®). Beim akuten Lungenversagen kommen die extrakorporale CO2-Elimination (ILA: interventional lung assist) und die veno-venöse ECMO zum Einsatz. Akute Nierenversagen behandeln die Ärzte und Ärztinnen mit modernen kontinuierlichen Nierenersatzverfahren.

 

Die Klinik kümmert sich auch schwerpunktmäßig um die Forschung und die Ausbildung von Medizinstudierenden.

 

Ansprechpartner / Kontakt
Prof. Dr. Michael Quintel
Prof. Dr. med. Michael Quintel
Direktor
Telefon:
0551-39-8826
E-Mail:
mqoffice@medizin.uni-goettingen.de
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