Kardiales Stroma

Das Herz besteht nicht nur aus Herzmuskelzellen, sondern auch aus Bindegewebe, dem „kardialen Stroma“ .  Im kardialen Stroma interagieren  vielfältige  Zelltypen, wie Endothelzellen, Fibroblasten, hämatopoetische Zellen, u.v.m. sowohl untereinander als auch  mit Herzmuskelzellen.  Die Bedeutung des kardialen Stromas bei physiologischen und pathologischen Prozessen wird zunehmend erkannt.

Der Schwerpunkt unserer Arbeitsgruppe sind die Pathomechanismen der „Herzfibrose“ , einer pathologischen Vernarbung, die bei allen Formen der chronischen Herzerkrankung eine Rolle spielt und zur Herzinsuffizienz beiträgt.  Unser Ansatz ist dabei, klinische Analysen im Tiermodell und in der Zellkultur mechanistisch zu untersuchen, um so neue Einblicke in die Pathomechanismen der Herzfibrose zu gewinnen.

Derzeit führen wir unter anderem klinische Analysen und tierexperimentelle Studien zur Pathogenese der angeborenen Herzerkrankung des Hypoplastischen Linksherzsyndroms (in Kooperation mit dem Children’s Hospital, Harvard Medical School, Boston)  und der Genese der Herzfibrose bei chronischer Niereninsuffizienz (in Kooperation mit dem Brigham and Woman’s Hospital, Harvard Medical School, Boston) durch. Weitere Schwerpunkte sind die Untersuchung der Bedeutung epigenetischer Modifikationen bei der Herzfibrose und des zellulären Mechansimus der endothelial-mesenchymalen Transition.

Ansprechpartner / Kontakt
Prof. Dr. med. Elisabeth Zeisberg
Arbeitsgruppenleiterin
Abteilung:
AG Kardiales Stroma
Telefon:
0551-39-20076
Telefax:
0551-39-20077
E-Mail:
elisabeth.zeisberg@med.uni-goettingen.de